Projekte 2021

März – August 2021      Kinder erleben Geschichte – Verstehen durch                                               Hören, Sehen, Anfassen und Selbermachen

Zusammen mit Dr. des. Jana Raffel vom Ägyptischen Museum – Georg Steindorff – der Universität Leipzig starten wir im März das Projekt „Kinder erleben Geschichte“. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, Kindern museumsferner Regionen in Schulen und Horten Angebote zu ihren Interessen an Geschichte zu bieten und erste Impulse auf dem Weg zum Verstehen von Geschichte zu geben. Kindern unterschiedlicher Altersgruppen sollen Kernthemen der Ur- und Frühzeit Mitteleuropas und des Alten Ägyptens vermittelt werden. Durch eigene aktive Mitgestaltung werden die Lebenswelt und der Alltag unserer Vorfahren lebendig. So werden Zusammenhänge zwischen ägyptischer Hochkultur und mitteleuropäischer Frühgeschichte anschaulich begreifbar und der Blickwinkel auf gesellschaftliche und naturräumliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede geschult. Die Angebote sind als Vorbereitung, Begleitung oder Nachbereitung der ab der 5. Klassenstufe behandelten Themen des Geschichtsunterrichtes umsetzbar, aber auch als Einzelprojekte außerhalb von pädagogischen Einrichtungen geeignet.

19.08.2021    Ferienaktion im Rahmen des Projektes Kinder erleben Geschichte - Verstehen durch Hören, Sehen, Anfassen uns Selbermachen

Mit der dritten Ferienaktion im Hort der Grundschule "Wolfgang Ratke" zu den Themen Heilkunde und Schmuck (2. Veranstaltung am 11.08.2021 zum Thema: Die Schrift im Alten Ägypten") hatten die Kinder des Hortes der Schule neben anderen Ferienaktionen ein umfangreiches Ferienangebot. 41 Kinder lernten in zwei Gruppen Kräuter, Tees und deren Wirkung kennen. Sie erfuhren, wie und womit sich die Menschen in der Bronzezeit schmückten und fertigten sich selbst einen bronzezeitlichen Anhänger an. Jedes Kind erhielt ein Skarabäusamulett, welches zum Schutz dienen soll.

Dies war die letzte Aktion des Projektes. Zu allen erhielten die Kinder Falthefte, in denen das jeweilige Thema noch einmal kurz zusammengefasst war sowie Flyer vom Ägyptischen Museum.

Der Anhaltische Förderverein e. V. bedankt sich für die gute Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig.

                                                                                      Dr. des. J. R.-S. + I. H.

18.08.2021    Ferienaktion im Rahmen des Projektes Kinder erleben Geschichte - Verstehen durch Hören, Sehen, Anfassen und Selbermachen

Die Edderitzer Hortkinder hatten bei ihrer ersten Aktion in Pfaffendorf den Wunsch geäußert, auch etwas über ägyptische Mumien und Pyramiden zu erfahren. Dieser Wunsch konnte genau 3 Monate später erneut in Pfaffendorf erfüllt werden. Die Kinder radelten zu uns und gemeinsam wiederholten wir die Informationen zur Broncezeit in Mitteleuropa und Ägypten. Auch hier waren neue Gesichter dabei und die "Alten Hasen" konnten ihr bisheriges Wissen einbringen und festigen. So erfuhren sie die Ähnlichkeiten, Unterschiede und Hintergründe der Bestattungssitten in Mitteleuropa und Ägypten. Anschliessend bestatteten sie ihre selbst angefertigte  Heris-Hotep-Mumie in dessen Sargmodell und fertigten aus Ton ihren eigenen Uschebti (Antworter, Helfer, Stellvertreter). Vielleicht können diese zukünftig bei den Hausaufgaben oder bei Hausarbeiten helfen, so, wie sie für die Verstorbenen im Jenseits Arbeit verrichten sollten.

                                                                                Dr. des. J. R.-S. + I. H.

29.07.2021      Ferienaktion im Rahmen des Projektes Kinder erleben Geschichte - Verstehen durch Hören, Sehen, Anfassen und Selbermachen

Welche Ursachen, welche Gründe führten zur Entwicklung der Schrift? Zu

welcher Zeit begannen die Menschen, etwas aufzuschreiben? Wie sah die

erste Schrift aus und wo wurde sie erfunden? All das erfuhren die siebzehn

Ferienkinder vom Hort der Grundschule in Zscherndorf. Sie schrieben selbst

Vinča-Zeichen in Ton, den eigenen Namen in Hieroglyphen auf ein Stück

Papyrus und sie lernten einfache Nachrichten in Hieroglyphen zu lesen.

                                                                                                         I.H.+S.H.-W.

28.07.2021      Ferienaktion im Rahmen des Projektes Kinder erleben Geschichte - Verstehen durch Hören, Sehen, Anfassen und Selbermachen

Zweiundzwanzig Kinder des Oppiner Ferienhortes lernten Heilpflanzen, die es bereits im bronzezeitlichen Mitteleuropa gab, kennen, indem sie sie riechen, anfassen und schmecken konnten. Sie erfuhren im Vergleich die Heilmethoden und Schutzsymbole des alten Ägyptens der gleichen Zeit und schrieben Schutzsymbole auf Papyrus, deren Glück- und Schutzwirkung eine große Rolle im Glauben der Ägypter spielte. Im Anschluss fertigten sie sich Drahtröllchen und einen Spiralanhänger und trugen alles vereint an einer Kette.

                                                                                                         I.H.+S.H.-W.

27.07.2021      Ferienaktion im Rahmen des Projektes Kinder erleben Geschichte - Verstehen durch Hören, Sehen, Anfassen und Selbermachen

Wie die bronzezeitlichen Menschen Mitteleuropas und Ägyptens ihre Toten bestatteten, erfuhren 27 Schülerinnen und Schüler im Ferienhort der Wolfgang-Ratke-Schule in Köthen. Nach einer Einführung umwickelten sie kleine Pappmumien mit Stoffstreifen und fertigten einen Papiersarg für ihre Mumie an. Dieses Modell entspricht dem Sarg des Herishef Hotep, wie er im Original im Ägyptischen Museum in Leipzig anzuschauen ist.

                                                                                                         I.H.+S.H.-W.

26.07.2021      Ferienaktion im Rahmen des Projektes Kinder erleben Geschichte - Verstehen durch Hören, Sehen, Anfassen und Selbermachen

Zum Thema Schmuck in der Bronzezeit besuchten wir den Hort der

Grundschule in Radegast. Auf dem wunderschönen Außengelände des Hortes

hörten und sahen dreizehn Ferienkinder, wie die Menschen in der Bronzezeit

in Mitteldeutschland und Ägypten lebten. Sie erfuhren anhand europäischer

Grabfunde, welchen Schmuck die Menschen in Mitteldeutschland

getragen haben. Die Ägyptologin Dr. des. Jana Raffel-Schwarz zeigte, wie die

Menschen sich in Ägypten schmückten und erklärte, welche Bedeutung die

ägyptischen Glücksamulette haben. Mit großem Eifer fertigten die Kinder

Spiralschmuck und einen Skarabäus an. Dabei lernten sie mit verschiedenen

Materialien zu arbeiten. Einige von ihnen besaßen bereits großes hand-

werkliches Geschick.

                                                                                                         I.H.+S.H.-W.

20.07.2021    Die dritte Klasse der Görziger Grundschule besucht den                              AFNG

Am vorletzten Tag vor den Sommerferien bekamen die Drittklässler der Grundschule aus Görzig einen Einblick in die Schriftanfänge in Mitteleuropa und Ägypten. Durch eine Runde „Stille Post“ wurde ihnen spielerisch die Notwendigkeit von Schrift aufgezeigt. Vorläufer einer europäischen Schrift stammen aus der jungsteinzeitlichen Vinča-Kultur und sind um die 8000 Jahre alt. Nach einer kurzen Einleitung in diese Kultur und ihre Schriftzeichen probierten sich die Kinder darin, Vinča-Symbole in feuchten Ton zu ritzen. Danach ging es gedanklich ins bronzezeitliche Ägypten. Aufmerksam verfolgten die Schülerinnen und Schüler Jana Raffel-Schwarz´ Ausführungen zum frühgeschichtlichen Ägypten und seiner Hieroglyphen. Im Anschluss schrieben sie ihre Namen auf Papyrus und lösten ein Schrifträtsel.                                                                                                                             I.H.+S.H.-W.

09.07.2021   Die Abschlussklasse der Görziger Grundschule besucht den                       AFNG

Noch als letzten Ausflug vor den Sommerferien besuchte uns die vierte Klasse der Görziger Grundschule in Pfaffendorf. Sie erhielten zunächst einen interessanten Einblick in die Bronzezeit (2300-750 v. Chr.) Mitteleuropas und Ägyptens. Danach lernten sie alte, einheimische Heilpflanzen und ihre Wirkung kennen. So manche konnte als Tee oder frisch gekostet werden. Sie erfuhren, wie die alten Ägypter Krankheiten behandelten und zeichneten altägyptische heilwirksame Symbole auf Papyrus. Da derlei Schutzformeln auch als Amulett und gleichsam als Schmuck getragen wurden, lernten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss ägyptischen Schmuck und im Vergleich dazu mitteleuropäischen Bronzeschmuck kennen und durften sich schließlich einen spiralförmigen Drahtanhänger und eine Kette aus Drahtröllchen herstellen.                                                                                                                 I.H.+S.H.-W.

18.05.2021      Edderitzer Kinder erleben die Bronzezeit

Viele geplante museumspädagogische Termine im ersten Halbjahr 2021 mussten aufgrund der Corona Einschränkungen ausfallen oder wurden verschoben. In der Zwischenzeit haben wir uns auf neue Projekte vorbereitet, wie z.B. die Entwicklung der Getreidepflanze aus Gräsern und die daraus resultierende Neolithische Revolution sowie einige spannende Themen zur Bronzezeit.                                                                                                            

 

Erst am 18. Mai konnten wir mit viel Elan unsere erste Veranstaltung durchführen. Unterstützt wurden wir dabei von Dr. Jana Raffel, einer Ägyptologin der Universität Leipzig. Die Ferienkinder des Edderitzer Hortes kamen zu uns nach Pfaffendorf und bekamen erste Einblicke in die Bronzezeit. Was ist die Bronzezeit und warum heißt sie überhaupt so? Wie lebten die Menschen damals und zwar nicht nur hier bei uns, sondern auch in Ägypten? Wie heilten sie sich bei Krankheiten? Gab es damals schon Ärzte? Die Kinder lernten Heilpflanzen kennen, die es nachweislich schon in der Bronzezeit in Mitteleuropa gab. Frisch gesammelt konnten sie sie riechen und manche auch schmecken als Tee oder Salat. Im anliegenden Garten ließ sich das neue Wissen in einer Pause gleich anwenden. Viele Pflanzen erkannten sie dort wieder. Einige dieser Pflanzen waren auch den Ägyptern trotz der weiten Entfernung bekannt und somit wurde die Überleitung zur altägyptischen Heilkunst geschaffen, die den Schülern anschaulich durch Jana Raffel näher gebracht wurde. Die Ägypter malten zur Verstärkung der Heilwirkung Glückssymbole auf Papyrus oder trugen Amulette bei sich. Schmuck hatte meistens auch eine Schutzwirkung inne. So trugen sowohl Frauen als auch Männer Schmuck. Auch in Mitteleuropa schmückte man sich – und das nicht zu knapp! Nachdem den Kindern einige schöne Beispiele von Funden aus der Region gezeigt wurden, durften sie sich Spiralröllchen aus Kupferdraht drehen und einen Anhänger oder einen Armreif selbst herstellen. Sichtlich begeistert waren sie dabei und trugen stolz ihre Ergebnisse zur Schau.                                                                                                                                       I.H.+S.H.-W.

© Anhaltischer Förderverein für Naturkunde und Geschichte e. V.