Der Anhaltische Förderverein für
Naturkunde und Geschichte e. V. wurde Anfang 2002 gegründet.
Ziel der acht Gründungsmitglieder war die Umsetzung von regional
ausgerichteten Projekten im naturkundlichen und geschichtlichen
Bereich. So wurde die Dauerausstellung zur Besiedlungsgeschichte
vorbereitet und im September 2002 eröffnet. Von Anfang an
erhielt der Verein tatkräftige Unterstützung durch die
Gemeinde und die Verwaltungsgemeinschaft. Zu den Gründungsmitgliedern
zählen auch der Bürgermeister des Ortes und der damalige
Leiter der Verwaltungsgemeinschaft.
Zu den weiteren Mitgliedern gehören neben interessierten
Laien und ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern auch Archäolog(inn)en sowie weitere „beruflich vorbelastete
Mitstreiter".
Von Anfang an arbeitete der FV eng mit dem Landesamt für
Archäologie Sachsen – Anhalt zusammen und führte
noch im Jahr 2002 die gemeinsame Ausgrabung des Gräberfeldes
von Chörau/Köthen durch. Die Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit
durch eine Sonderausstellung zugänglich gemacht.
Die Mitglieder des Fördervereins arbeiten ehrenamtlich. Spezielle
Projekte werden durch die Agentur für Arbeit und den Europäischen
Sozialfonds gefördert. So können im Rahmen eines Projektes
mit Modellcharakter u. a. Forschungsgrabungen in einer bandkeramischen
Siedlung und in diesem Jahr auch auf der Turmhügelburg von
Weißandt – Gölzau durchgeführt werden.
Seit Mitte letzten Jahres begannen die Vorbereitungen zu einem
Projekt mit museumspädagogischen Inhalten. Das Anhaltische
Zentrum für Museumspädagogik und Geschichtsverlebendigung
(AZMG) ist ein mehrstufiges Projekt zu dem auch ein Freigelände
gehört auf dem ein aktives Freilichtlichtmuseum entstehen
wird.
Leiterin des Projektes ist Iris Hinsche. Sie
ist neben der Vorbereitung und die Umsetzung auch für die
pädagogische Betreuung zuständig. Die Zahl der aktiven
Mitglieder ist inzwischen auf 12 angestiegen. Allerdings werden
die Grabungen und Arbeitseinsätze, z.B. an der Burgruine,
auch von zahlreichen anderen Interessierten besucht und unterstützt.
Der naturkundliche Bereich wird derzeitig vor allem durch ein
Mitglied repräsentiert.
Neben umfangreichem Wissen in der Botanik und der Ornithologie
kann er auf sehr spezielles Wissen über bestimmte Käfer
zurückgreifen. Hier wäre – um der geschichtlichen
Kopflastigkeit entgegenzuwirken – eine Unterstützung
durch weitere naturkundlich Interessierte wünschenswert.